Was man sagen muss: Wendig ist das Bike und damit doch irgendwie sportlich. Dafür sorgen der kurze Radstand von 1,05 Metern, mehr aber noch der geringe sogenannte Nachlauf mit einem Lenkwinkel von steilen 73 Grad: Vereinfacht gesprochen steht die Gabel recht steil, was Lenkbewegungen schon mal Haken folgen lässt.Zumindest gewöhnungsbedürftig ist das direkte Lenkverhalten - zum Beispiel beim Umstieg von einem Reiserad oder Mountainbike mit auf Laufruhe ausgelegter Rahmengeometrie.Passend dazu die Sitzhaltung: Die ist dank positiver Überhöhung - der Sattel höher als der Lenker - sportiv gebückt. Die Schaltung arbeitet verlässlich. Wer aber moderne Getriebesysteme gewöhnt ist, die ein Schalten auch unter voller Last vertragen, muss sich erst wieder daran gewöhnen, beim Betätigen der Daumenhebel kurz Druck von den Pedalen zu nehmen - sonst nimmt die grundlegend wartungsarme Technik die Befehle nicht sauber an und auf Dauer Schaden.Gleiches bei den Bremsen: Sie tun's, sind aber nicht State-of-the-Art, was sich gegenüber Scheibenbremsen am weniger bissigen Zupacken zeigt. Wer nur die verordneten Wege in der Stadt mit dem Van Stael bestreitet, dürfte sowohl mit der Bremsleistung als auch der Bandbreite und den Abstufungen der Schaltung zurechtkommen, wenn es nicht zu bergig wird.Irgendwann vermisst man feinere Abstufungen, andererseits darf man das Moderfahrrad Van Stael nicht wirklich an einem Rennrad oder Mountainbike messen, das für ernst gemeinten Sporteinsatz gedacht ist und nicht nur flott wirken soll. Apropos wirken: Man mag kaum glauben, dass das Gazelle auf 28- und nicht 26-Zoll-Rädern rollt. Es ist so kompakt, dass man es als Objekt im Stand, aber auch im Betrieb als klein und kurz empfinden kann.
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