Arbeitgeber und die deutsche Industrie warnen vor Standortnachteilen bei einem Wahlgewinn der AfD in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern. »Die AfD ist keine Wirtschaftspartei," sagte Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie, der Nachrichtenagentur dpa. »Alles, was ich bisher von ihr lese, zahlt nicht auf Wirtschaftswachstum oder Investitionen ein. Im Gegenteil: Es wird eher neue Unsicherheiten für Investitionen geben.« Auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kritisiert die AfD als eine Partei ohne Lösungen. »Für mich ist klar, dass die Lösungen für die Probleme, die wir in unserem Land haben, nur über die Parteien der Mitte erfolgen kann«, sagte Dulger. Er sehe bei den politischen Rändern mit extrem rechts und extrem links »keine Lösungsansätze«. »Die sind Anti-Euro, Anti-EU und Pro-Russland« Die Stimmenzuwächse der Partei beobachte er mit großer Sorge, sagte Dulger. Eine AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt könne er sich zwar im Moment noch nicht vorstellen. Aber er habe Zweifel, »ob das ein Standortvorteil ist«. Er wolle »mal abwarten, wie die Ausprägungen sind. Es würde vielleicht auch dazu führen, dass diese Partei auch mal entzaubert wird, wenn sie in Regierungsverantwortung kommt.« Der Arbeitgeberpräsident sagte weiter, er sei nicht an einem Dialog mit der AfD interessiert. Er befasse sich lieber mit den Parteien der Mitte, »wie die ihre Beliebtheit wieder verbessern können und auch ihre Problemlösungsansätze so verbessern können, dass sie wieder größere Mehrheiten finden.« Die AfD-Politiker seien »Anti-Euro, die sind Anti-EU, die sind Pro-Russland«. Er könne mit einer Partei wenig anfangen, die so etwas im Parteiprogramm stehen habe, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unter Verweis auf eine Industrie- und Wirtschaftsnation wie Deutschland. »Aus Unternehmenssicht trägt die AfD nicht zu Lösungen bei« Industrievertreterin Gönner äußerte sich ähnlich. Auch bei der Energiepolit...
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