KI-Infrastruktur: US-Tech-Konzerne binden Billionen in verdeckten Verträgen Meta, Oracle und Co. lassen 1,65 Billionen US-Dollar KI-Schulden aus ihren Bilanzen verschwinden. 23. Juli 2026 um 08:40 Uhr / Nils Matthiesen Verdeckte Schulden bei KI-Konzernen (Symbolbild) Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images Fünf große US-Technologieunternehmen, die massiv in künstliche Intelligenz und die dazugehörige Infrastruktur investieren, verzeichnen laut Berichten von Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) geschätzte 1,65 Billionen US-Dollar an verdeckten Verbindlichkeiten. Diese Zahlen stehen in den Anmerkungen der Quartalsfinanzberichte, statt direkt in den Bilanzaufstellungen zu erscheinen. Damit übersteigen die ungenannten Posten die offiziell ausgewiesenen Schulden von 1,35 Billionen US-Dollar. Meta weist dabei ein besonders hohes Verhältnis von verdeckten zu erfassten Schulden auf. Das Unternehmen verzeichnet 420 Milliarden US-Dollar an nicht gelisteten Verbindlichkeiten gegenüber 140 Milliarden US-Dollar in der Bilanz. Bei Oracle belaufen sich die verdeckten Verbindlichkeiten auf 273,3 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg um 2.900 Prozent gegenüber dem Stand von 2022 entspricht.Bilanzierungspraxis birgt Risiken bei Ausbleiben der NachfrageDie Vorgehensweise entspricht den gängigen Rechnungslegungsstandards. Die ungenannten Verbindlichkeiten resultieren aus unterzeichneten Langfristverträgen, die noch nicht in Kraft getreten sind. Es handelt sich überwiegend um zugesagte Zahlungen an Betreiber von Rechenzentren. Im KI-Wettlauf unterzeichnen Hyperscaler Vereinbarungen mit den Betreibern, wonach sie für die bereitgestellte Rechenleistung zahlen, sobald die Projekte online gehen. Da die Anlagen noch nicht laufen, tauchen diese Verträge vorerst nicht in den Bilanzen auf. Sobald die Projekte starten, treten die Kontrakte in Kraft und verpflichten die Unternehmen zur Zahlung der Rechenleistung, unabhängig von der tatsächlichen Nachfrage.Steigende Ausgaben übertreffen Einnahmen...
First seen: 2026-07-23 06:56
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