Batteriehersteller: Varta droht Insolvenz und Zerschlagung Da dem Management immer noch ein tragfähiges Konzept fehlt, sollen Gläubiger ihr Geld zurückverlangen. Dem Unternehmen droht damit das Aus. Varta droht die Insolvenz. Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images Dem deutschen Batteriehersteller Varta droht die Insolvenz. Wie T-Online(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, haben die Gläubiger des Unternehmens ihre Kredite auf fällig gestellt. Das bedeutet, dass die Restschuld auf einen Schlag fällig wird. Der Schritt erfolgte, nachdem das Konzernergebnis unter eine mit den Kreditgebern vereinbarte Mindestschwelle gefallen war. Allerdings ließen sich die Gläubiger auf eine Gnadenfrist ein: Demnach hat die Varta-Geschäftsführung bis zum 12. August Zeit, einen Plan vorzulegen, wie das Unternehmen saniert werden kann.Varta habe einen Finanzbedarf in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe, erklärte ein Sprecher der wichtigsten Gläubiger von Varta. Bislang habe die Geschäftsleitung weder einen neuen Geldgeber auftreiben können noch ein tragfähiges Konzept vorgestellt. In diesem Fall droht Varta die Insolvenz und wahrscheinlich eine anschließende Zerschlagung. So soll die Consumersparte mit Haushaltsbatterien aus dem Unternehmen herausgelöst und veräußert werden.Jahrelange Krise spitzt sich immer weiter zuVarta steckt seit Jahren in der Krise. Nach wirtschaftlichen Problemen wurden die Aktien 2025 von der Börse genommen und die Kleinanleger enteignet. Neue Eigentümer wurden der Unternehmer Michael Tojner sowie der Autohersteller Porsche. Grund für die Krise soll eine schwächelnde Nachfrage gewesen sein. Im Mai 2026 kam dann die nächste Hiobsbotschaft: Nachdem Apple beschlossen hatte, bei der Produktion der Knopfzellen-Akkus für seine Airpods auf einen neuen Zulieferer aus China zu setzen, musste die entsprechende Produktion im Werk Nördlingen komplett schließen.
First seen: 2026-07-23 07:57
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