Batteriehersteller Gläubiger treiben Zerschlagung von Varta voran Stand: 23.07.2026 • 14:36 Uhr Die Zukunft von Varta ist ungewiss. Beim angeschlagenen Batteriehersteller rückt eine Zerschlagung näher. Die wichtigsten Gläubiger wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen. Der angeschlagene Batteriehersteller Varta steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Eine Gruppe wichtiger Gläubiger will das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Unternehmen herauslösen und auf eine neue Eigentümerstruktur übertragen. Nach Einschätzung der Geldgeber ist dies der aussichtsreichste Weg, um zumindest Teile des Unternehmens zu sichern. Zu der sogenannten Ad-hoc-Gläubigergruppe gehören die Deutsche Bank sowie die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox. Zuvor hatten mehrere Medien über die Pläne berichtet. Gläubiger sehen Finanzierungslücke Die Gläubiger begründen ihren Kurswechsel mit der angespannten Finanzlage des Unternehmens aus Ellwangen (Baden-Württemberg). Eine unabhängige Analyse der Unternehmensberatung FTI habe einen operativen Liquiditätsbedarf im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ergeben - also fehlendes Geld für das laufende Geschäft. Darüber hinaus sei weiteres Kapital erforderlich, um den Geschäftsbetrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten. Nach Angaben der Gläubiger habe sich trotz intensiver Gespräche bislang kein Investor oder anderer Beteiligter gefunden, der bereit sei, die benötigten Finanzmittel bereitzustellen. Deshalb wolle die Gruppe nun ihre vertraglichen Rechte aus den Finanzierungsvereinbarungen der Restrukturierung von 2024 ausüben. Die Umsetzung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt behördlicher und weiterer Genehmigungen. Sanierung reicht offenbar nicht aus Varta war bereits 2024 in eine existenzbedrohende Krise geraten. Um eine Insolvenz abzuwenden, leitete das Unternehmen im Juli vergangenen Jahres ein Sanierungsverfahren nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) ein. Im...
First seen: 2026-07-23 13:02
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