Formal sind die Kriterien für das Bürgerbegehren „Erhalt des Hallenbades Karlsfeld“ erfüllt, die Initiative hat genügend Unterschriften gesammelt. Trotzdem hat es der Gemeinderat am Donnerstagabend abgelehnt.Der Grund ist derselbe, der voriges Jahr schon ausschlaggebend war bei dem Beschluss, das beliebte Bad nicht zu sanieren, sondern abzureißen: Die Gemeinde kann es sich nicht leisten. Laut Verwaltung haben auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens kein tragfähiges Konzept für die Finanzierung vorgelegt. Es basiere auf Eigenleistungen und Spenden. Das sei keine belastbare Grundlage für Investitionen in Millionenhöhe.Sportfinanzierung:Karlsfelder wollen Hallenbad doch noch vor Abriss rettenEine Bürgerinitiative will das Schwimmbad erhalten, das für die Gemeinde zu teuer geworden ist. Dabei ist der Abriss bereits beschlossene Sache. Wie die Ehrenamtlichen die Sanierung und den Betrieb finanzieren wollen, ist noch unklar.Aus der Kämmerei der Gemeinde kommt das klare Signal: An der schwierigen Haushaltslage hat sich seit dem Vorjahr nichts geändert, im Gegenteil. Die freiwillige Leistung eines Hallenbadbetriebs würde die gemeindlichen Pflichtaufgaben gefährden.Seit 1971 betrieb Karlsfeld das Hallenbad, bis Oktober 2022. Dann wurde es wegen erheblicher statischer Probleme am Dach geschlossen. Allein die Sanierungskosten belaufen sich nach Abzug möglicher Förderungen auf mehr als zehn Millionen Euro, dazu käme ein zu erwartendes jährliches Defizit von einer guten Million.
First seen: 2026-07-24 09:18
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