Die in Deutschland entdeckte Schleuserkriminalität ist 2025 stark zurückgegangen - ebenso wie die unerlaubte Migration insgesamt. Dies zeigt ein neues Lagebild des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei. Demnach wurden insgesamt 4622 Schleusungen registriert, 41,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Darunter sind 147 besonders schwere Fälle und solche, bei denen Menschen zu Tode kamen - ein Minus von 57,6 Prozent. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet den Trend als Erfolg konsequenten Handelns.Es geht um kriminelle Geschäfte, bei denen Menschen ohne gültiges Visum oder Aufenthaltsrecht illegal ins Land gebracht werden. Die Zahl der geschleusten Personen gibt das Lagebild mit 4190 an. Das entspreche einem Rückgang um 55,7 Prozent im Vergleich zu 2024. Die häufigsten Nationalitäten in der Gruppe waren demnach Afghanen, Syrer, Türken, Somalier und Ukrainer.Brennpunkte blieben die östlichen Grenzen zu Polen und Österreich, allerdings mit starkem Abwärtstrend. Ein Teil verlagerte sich an die Westgrenzen. Die entdeckten mutmaßlichen Schleuser waren überwiegend junge Männer. Insgesamt wurden 3088 Tatverdächtige registriert, ein Minus von 23,1 Prozent. Am stärksten vertreten waren Syrer, Deutsche, Türken, Ukrainer und Afghanen.Der Rückgang der Schleusungen geht damit einher, dass insgesamt viel weniger Menschen unerlaubt einreisen als in den Jahren zuvor. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2025 insgesamt 187 220 Fälle von unerlaubter Einreise oder unerlaubtem Aufenthalt aus, 30 Prozent weniger als im Jahr davor (267 497 Fälle). Hauptherkunftsstaaten waren 2025 die Türkei, Syrien und Afghanistan.
First seen: 2026-07-24 11:21
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