Vor 200 Millionen Jahren kam es am Ende der Trias-Zeit zu extremen Klimaveränderungen und einem großen Massenaussterben. Die Welt war eine andere. Welche Warnungen Forscher daraus für die Gegenwart ableiten.Hitze und Dürre haben die Wälder längst vernichtet, Farne überziehen die Landschaft. Längere Zeit hat es nicht geregnet. Ein Funke genügt, um die trockenen Farnwedel zu entzünden. Rauch verdunkelt den Himmel. Asche regnet auf die Erde. Was wie eine Szene aus einem Katastrophenfilm klingt, könnte sich so einst tatsächlich abgespielt haben – möglicherweise über Zehntausende Jahre immer wieder. Neue Analysen fossiler Pollen und Sporen zeichnen das Bild einer Welt, in der sich Feuer und die Ausbreitung von Farnen gegenseitig verstärkt haben könnten.Das berichtet ein internationales Team unter Leitung von Geologen der Universität Utrecht im Fachmagazin „Nature Geoscience“. Die Forscher hatten Sedimentmaterial aus vier Bohrkernen untersucht und dabei ein Fenster in eine unwirtliche Umbruchphase der Erdgeschichte geöffnet. Lesen Sie auchWeltplus ArtikelWachsende TodeszonenAm Ende der Trias vor rund 200 Millionen Jahren begann der Urkontinent Pangäa auseinanderzubrechen, was mit einem starken Vulkanismus verbunden war. Enorme Mengen Kohlendioxid wurden dabei freigesetzt. Es kam zu einer globalen Erwärmung von fünf bis zehn Grad Celsius.Für die dann folgenden Veränderungen interessierten sich die Forscher nun besonders: Das wärmere Klima setzte den Wäldern stark zu. Stattdessen breiteten sich Farne aus und bildeten großflächige Savannen, die weite Teile des heutigen Nordwesteuropas bedeckt haben dürften. Den Analysen zufolge waren diese Landschaften besonders anfällig für Feuer.Um frühere Brände zu rekonstruieren, erfassten die Forscher in den Sedimentkernen zunächst fossile Holzkohle sowie sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Das sind organische Moleküle, die bei der unvollständigen Verbrennung oder starken Erhitzung organischen Materials entste...
First seen: 2026-07-24 14:24
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