Gegenwartsliteratur: Was sagt denn die Wahl-Forschung?

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Viele Schriftsteller müssen bis nach ihrem Tod warten oder ein sehr ausgewachsenes Werk vorlegen, damit Literaturwissenschaftler ihnen ganze Kongresse widmen. Aber nicht Caroline Wahl. Drei Bestseller hat die 31-jährige Superstar-Autorin in drei Jahren geschrieben und sich öffentlich viel gewünscht, sie mögen als Literatur ernster genommen werden. Dieser Wunsch ist diese Woche sehr wahr geworden. Die Universität Siegen lud zur wahrscheinlich aufsehenerregendsten Literaturtagung dieses Jahres, der ersten Konferenz, die sich zwei Tage lang ausschließlich mit dem Werk von Caroline Wahl beschäftigt. »Gibt es denn da jetzt schon so viel zu sehen?«, könnte sich unsereins vom Feuilleton fragen, wenn man aufbricht zu dieser Tagung nach Siegen mit dem schönen Titel: »Problematisierte Popularität: Caroline Wahls Literatur«. Darin steckt eigentlich schon alles: Wir sprechen drüber, weil sie populär ist, und wenn Sie das problematisch finden, dann sind Sie hier erst recht richtig. Aber: Hier geht’s eben nicht nur um das Phänomen Wahl, hier geht’s jetzt mal wirklich zur Sache, zum deep dive in die Literatur!

First seen: 2026-07-24 15:25

Last seen: 2026-07-24 15:25