Nach mehreren Wettbewerbsklagen Paramount verschiebt Warner-Übernahme Stand: 25.07.2026 • 08:39 Uhr Der milliardenschwere Kauf des Medienkonzerns Warner Brothers verzögert sich. Zwölf US-Bundesstaaten und Drehbuchautoren wollen den Deal vor Gericht stoppen - aus Sorge vor Wettbewerbsnachteilen und möglichen Folgen für die Medienvielfalt. Der Hollywood-Konzern Paramount setzt den geplanten Kauf des Konkurrenten Warner Brothers nach Wettbewerbsklagen von zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft vorerst aus. Die mehr als 100 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme soll laut Gerichtsunterlagen erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden. Der Rechtsstreit hat auch deshalb Relevanz, weil Kritiker der Regierung von US-Präsident Donald Trump befürchten, dass der zu Warner Brothers gehörende Nachrichtensender CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Bundesstaaten befürchten Wettbewerbsverzerrung Eine Richterin hatte den geplanten Deal zunächst bis Mitte August ausgesetzt, um über die Forderung der demokratisch regierten Bundesstaaten und der Drehbuchautoren nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte sie, dass sie die Wettbewerbsbedenken durchaus ernst nimmt. Vor allem die Bundesstaaten argumentieren, der Zusammenschluss der zwei Unterhaltungsgiganten werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Ab Oktober muss Paramount zahlen Für Paramount könnte der Aufschub ziemlich teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen US-Dollar pro Vierteljahr kosten. Paramount warb bei Warner damit, dass der Deal zwischen den beiden Unternehmen wettbewerbsrechtlich viel unproblematischer...
First seen: 2026-07-25 07:37
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