Da geht ein Mensch. Ein sehr großer Mensch, der Schauspieler Steven Scharf, er läuft gegen die Drehscheibe an, die in den Bühnenboden eingelassen ist. Schwer geht er, langsam, mit einem Vibrieren, Zittern im Körper, als trüge er die tonnenschwere Last seiner selbst. „Habe nun, ach!“ Also ist er der Faust, der alles studiert hat, der alles weiß, sich klüger fühlt als alle anderen, aber was hilft die ganze Klugheit, wenn er nun so schwer daran trägt? Nichts. Also Magie. Die Magie kommt hier nicht durch vorbeihuschende Geister, schon eher durch den Inhalt der Phiole, hier kein Todestrank, eher eine Psychodroge. Denn Faust entdeckt nach dem Trank sich selbst.
First seen: 2026-07-26 11:57
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