Tote Welten nebenan: Warum die Planeten von Barnards Stern völlig unbewohnbar sind

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Summary

Barnards Stern ist mit einer Entfernung von rund sechs Lichtjahren nach dem Alpha-Centauri-System der nächste Einzelstern zu unserer Sonne. Kürzlich wurden dort vier Gesteinsplaneten zweifelsfrei bestätigt, deren Massen allesamt zwischen denen von Erde und Mars liegen. Da wir diese Planeten nicht direkt mit Teleskopen abbilden können, bleiben uns nur indirekte Wege, um ihre physikalische Beschaffenheit zu ergründen. Ein Team von Forscher:innen der britischen Cambridge-Universität hat diese Welten nun mithilfe eines solchen indirekten Verfahrens genauer untersucht. Die daraus resultierenden Ergebnisse fallen durchaus ernüchternd aus, denn keiner dieser Himmelskörper bietet auch nur im Ansatz Bedingungen, die kohlenstoffbasiertes Leben ermöglichen könnten. Stattdessen zeigen die gewonnenen Daten eine Ansammlung von kargen, vollständig ausgetrockneten und von Strahlung verbrannten Felskugeln. Spektroskopie offenbart die Geologie der Exoplaneten Da die Planeten selbst für direkte Beobachtungen zu klein und zu leuchtschwach sind, wendeten die Wissenschaftler:innen einen cleveren Ansatz an, wie in einer im Wissenschaftsmagazin Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlichten Studie zu lesen ist. Sie analysierten das Licht des Zentralgestirns, um präzise auf die chemische Zusammensetzung der umliegenden Planeten zu schließen. Dieser Methode liegt die astronomische Tatsache zugrunde, dass Sterne und ihre Trabanten aus derselben ursprünglichen Gaswolke und Staubwolke entstehen und daher ein chemisch eng verwandtes Profil aufweisen. Das Elementprofil des untersuchten Sternenlichts offenbarte ein bemerkenswertes Ungleichgewicht in der Zusammensetzung. Barnards Stern enthält mehr als doppelt so viel Magnesium wie Silizium, was ein Verhältnis darstellt, das in unserer galaktischen Region äußerst selten auftritt. Für die dortigen Gesteinsplaneten bedeutet dieser Umstand, dass ihre Erdmäntel nicht wie bei unserer Erde aus wasserreichem Olivin bestehen, sondern pr...

First seen: 2026-07-26 14:59

Last seen: 2026-07-27 09:23