Der Verdächtige Abdul B. war laut Präventionshelfern „nicht ernsthaft bereit“ für eine Deradikalisierung, teilt Thomas Mücke, der Geschäftsführer des „Violence Prevention Networks“ (VPN), bei dem B. mehrere Beratungstermine hatte, gegenüber „Focus“ mit.Aktuell habe man sich in der „Klärungsphase“ befunden, um zu prüfen, ob der Mann für eine Deradikalisierung empfänglich sei. Nach zwei Terminen hätte morgen der nächste und finale Termin stattgefunden. „Danach hätten wir geklärt, ob er als Beratungsfall tatsächlich in die Deradikalisierungsarbeit aufgenommen wird. Nach dem Stand der zwei Termine sah es eher so aus, dass wir uns nicht dafür entschieden hätten.“Denn man habe gemerkt, „dass es eine starke Relativierung dessen gab, was seinen Tatvorwurf angeht“, so Mücke. „Er war sehr freundlich und sehr darauf bedacht, die richtige Antwort zu geben. Wir sprechen in solchen Fällen von Zweckantworten.“ Man hätte mit B. „gar nicht die Themen gefunden, an denen man arbeiten kann“, so Mücke weiter. „Dafür braucht es wenigstens eine gewisse Problemeinsicht.“Unmittelbare Anschlagspläne hätten sich jedoch nicht abgezeichnet: „Es gab keinen einzigen konkreten Hinweis auf eine akute Bedrohungssituation.“
First seen: 2026-07-27 05:19
Last seen: 2026-07-27 06:20