Eindringlich leise, mit bannender Konzentration und in deutlichster Artikulation haben Christian Gerhaher und sein Klavierpartner Gerold Huber im ausverkauften Cuvilliéstheater die 24 Lieder umfassende „Elegie“ des Schweizer Komponisten Othmar Schoeck (1886–1957) dargeboten. 18 Gedichte stammen von Nikolaus Lenau, sechs von Joseph von Eichendorff. Bei Lenau sind die Gedichte von spätromantischer Schwermut, ja, Pessismismus geprägt. Alles wird ihm zu Herbst und Niedergang. Dagegen kennt Eichendorff bei aller Melancholie doch die Kraft der Natur und ihre Tröstlichkeit. Der Zyklus entstand zwischen 1915 und 1922.
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