Gabelstapler-Herstelller Jungheinrich senkt GewinnprognoseDer Hamburger Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich muss trotz eines anziehenden Geschäfts seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurücknehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nur zwischen 340 und 400 (Vorjahr: 228) Millionen Euro liegen, teilte Jungheinrich am Donnerstag mit. Bisher hatte die Spanne zwischen 380 und 450 Millionen gelegen. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen die Folgewirkungen des Streiks im Werk Lüneburg im Februar, höhere Materialkosten und die scharfe Konkurrenz. An der Börse verloren Jungheinrich-Aktien nach der Prognosesenkung 5,6 Prozent.Beim Auftragseingang kalkuliert Jungheinrich für 2026 nun mit 5,5 bis 6,1 Milliarden Euro, beim Umsatz mit 5,3 bis 5,9 Milliarden, jeweils 100 Millionen mehr als bisher. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) werde deshalb nur zwischen 6,2 und 7,0 (bisher 7,2 bis 8,0) Prozent liegen. Im zweiten Quartal lag der Auftragseingang mit 1,42 (1,36) Milliarden Euro ebensom über dem Vorjahresniveau wie der Umsatz, der um gut drei Prozent auf 1,40 Milliarden Euro stieg. Dagegen bröckelte das Ebit auf 88 (106) Millionen Euro ab. Beim Nettogewinn, der auf 47 (70) Millionen Euro einbrach, fiel auch eine mögliche Einigung mit dem Finanzamt über einen Steuerstreit aus den Jahren 2017 bis 2023 zu Buche, für die Jungheinrich 13 Millionen Euro zusätzlich reservierte.
First seen: 2026-07-27 12:27
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