Ein Stück deutscher Spielzeuggeschichte endet: Rolly Toys muss nach einer Insolvenz sein Werk in Oberfranken schließen. 113 Beschäftigte verlieren zum Jahresende ihren Arbeitsplatz.Die Marke „Rolly Toys“ kennt man hauptsächlich durch Traktoren, Bagger, Go-Karts und Schlitten für Kinder. Aktuell produziert die oberfränkische Franz Schneider GmbH & Co. KG in ihrem Werk im bayerischen Neustadt bei Coburg. Nun muss das Unternehmen Ende des Jahres schließen. Das bestätigte Geschäftsführer Franz Schneider gegenüber der Coburger „Neuen Presse“.Bereits im Februar meldete die Firma Insolvenz in Eigenverantwortung an. Die Suche nach potenziellen Investoren scheiterte. „Die Produktion in Neustadt ist nicht mehr zu retten. Damit geht ein Stück Spielzeuggeschichte verloren“, sagte Franz Schneider gegenüber der Zeitung „Fränkischer Tag“. Zwei Interessenten sollen noch im Rennen sein. Diese würden die Marke jedoch höchstwahrscheinlich an einen anderen Standort verlegen.Mehr als 100 Mitarbeiter verlieren Jobs113 Mitarbeiter sind für das Familienunternehmen tätig, die zum Ende des Jahres ihre Jobs verlieren werden. Die meisten davon seien zwischen 50 und 62 Jahre alt.Im Gespräch mit der „Bild“ erklärte Schneider, wie es zur Pleite kommen konnte. 2025 sei der zweitgrößte Kunde abgesprungen. Dazu kamen die hohen Materialkosten und die gestiegenen Energiekosten seit Beginn des Ukraine-Krieges. Auch die Konkurrenz aus China belastete das Unternehmen.Gegründet wurde die Firma im Jahr 1938. Als Gründer Franz Schneider 1997 im Alter von 87 Jahren starb, übernahmen Sohn Gernot Schneider und Irmgard Schneider die Geschäftsführung. Jährlich produzierte das Werk 250.000 Kinderfahrzeuge.shem
First seen: 2026-07-27 14:29
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