„Goldene Pässe“ aus der Karibik – jetzt will Brüssel eine gefährliche Hintertür in die EU schließen

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Weltweit verkaufen Länder Staatsbürgerschaften an solvente Interessenten. Speziell der Zugang zum Schengen-Raum macht das Modell so attraktiv. Aus Sicherheitsbedenken handelt die EU jetzt, doch es droht ein diplomatisches Zerwürfnis.Mutassim Gaddafi, der vierte Sohn des Diktators Muammar al-Gaddafi, bekleidete mehrere Positionen im autoritären Regime Libyens. Asadullah Khalid, einst Afghanistans Nachrichtendienstchef sowie Verteidigungsminister, werden Menschenrechtsverletzungen und Folter vorgeworfen. Der Physiker Jafar Dhia Jafar gilt als Vater des irakischen Atomwaffenprogramms unter Alleinherrscher Saddam Hussein. Diese drei Männer stehen exemplarisch für viele Tausend Personen, die eines gemeinsam haben: Sie haben eine Staatsbürgerschaft in der Karibik gekauft und sich damit weitgehend ungehinderten Zugang nach Europa verschafft.Seit Jahren ermöglicht ein Pass der ostkaribischen Inselstaaten Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts und Nevis oder St. Lucia die visafreie Einreise in zahlreiche Staaten. Dazu zählt der gesamte Schengen-Raum mit 25 der 27 EU-Länder. Gerade das macht den Kauf eines „Goldenen Passes“ so attraktiv – auch für Kriminelle. Lesen Sie auchArtikeltyp:MeinungKultur-RelativismusEin Ticket in die Welt, vorbei an Routinekontrollen, an denen viele Antragsteller ansonsten scheitern würden. Die meisten Bewerber für die Pässe der fünf Karibikstaaten kommen aus China, Russland, Syrien, dem Iran, dem Irak, dem Jemen, Nigeria und Libyen, berichtet das WELT-Partnermedium „Telegraph“. Jetzt handelt die EU.Das Bündnis hat den fünf Inseln ein Ultimatum gestellt und sie aufgefordert, die Programme innerhalb von zwei Jahren zu beenden. Kommen die Staaten der Aufforderung bis zum 1. Juni 2028 nicht nach, wird allen ihren Staatsbürgern die visafreie Einreise in den Schengen-Raum entzogen.Warum die EU gerade jetzt handeltInvestor-Staatsbürgerschaften, im Englischen Citizenship by Investment (CBI), sind kein neues Phänomen. 1984 führte St. Kitts und Ne...

First seen: 2026-07-27 14:29

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