Manchmal muss man auf die Erfüllung der eigenen Prophezeiung 22 Jahre warten. 2004 schrieb der Ingenieur Zhu Yiming aus dem Silicon Valley an seine Geldgeber: Die Speicherindustrie sei von den USA nach Japan gewandert, dann nach Südkorea. Nun sei China dran. Damals hatte Zhu ein Chipdesign, wenig Geld und keine Fabrik. Heute ist seine Firma ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT, mit Sitz im ostchinesischen Hefei der viertgrößte Hersteller von Arbeitsspeicher weltweit. Am Montag ging das Unternehmen schließlich in Shanghai an die Börse, die Aktie stieg um 470 Prozent. Etwa 420 Milliarden Euro ist CXMT nun wert. Damit ist es auf einen Schlag das wertvollste börsennotierte Unternehmen Chinas.
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