Infolge einer anhaltenden Dürre sind im Nordosten Ugandas in den vergangenen Wochen mindestens 19 Menschen verhungert. Dies teilte die ugandische Regierung mit. Zuerst berichteten die BBC und die britische Zeitung The Guardian über die Todesfälle in der Region Karamoja. Farmer sagten, sie hätten Ernteerträge eingebüßt, da in der Gegend seit April – dem Beginn der Saatzeit – kaum Regen gefallen sei. Laut dem globalen Frühwarnsystem für Hungersnöte FEWS NET hat sich die Lage in Karamoja zu einer Krise entwickelt. Die ugandische Ministerpräsidentin Robinah Nabbanja teilte mit, dass die Regierung mit der Verteilung von Lebensmitteln begonnen habe. Das Kabinett wollte zudem den Kauf zusätzlicher Güter für die betroffene Region billigen. Experten führen dortige Engpässe auf die Folgen des Klimawandels, Regenmangel, Entwaldung, Überweidung und Pflanzenschädlinge zurück. Karamoja leidet Experten zufolge unter der schwersten Dürre seit Jahren. 2022 kostete eine verheerende Hungerkrise im Nordosten Ugandas nach Angaben der Menschenrechtskommission des Landes mehr als 2.200 Menschen das Leben. Der damalige Außenminister Henry Oryem Okello sorgte für Entrüstung, als er die Hungertoten als »Idioten« bezeichnete. Uganda habe ein günstiges Klima und fruchtbares Land, dass es Menschen ermöglichen sollte, Nahrungsmittel für sich selbst anzubauen, sagte er. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-07-27 16:31
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