Viele Apotheken in Bayern bleiben wegen einer Protest-Kundgebung am kommenden Montag geschlossen – deshalb sollten Patienten benötigte Medikamente vorher abholen. „Für die Akutversorgung bei dringendem Bedarf stehen selbstverständlich Notdienstapotheken zur Verfügung“, teilte der Bayerische Apothekerverband in München mit. Doch alle anderen Patientinnen und Patienten sollten ihre Rezepte möglichst noch diese Woche oder erst am Dienstag einlösen. „So können Wartezeiten oder eine Unterbrechung der Medikation vermieden werden.“Hintergrund ist eine zentrale Protest-Kundgebung der Apothekerinnen und Apotheker am Montagmittag in München. Sie wollen dort für eine Anpassung des Honorars für rezeptpflichtige Arzneimittel demonstrieren. „Viele Apotheken in Bayern werden an diesem Tag geschlossen bleiben“, kündigte der Verband an. Die Aktion ist Teil eines bundesweiten Protesttages mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Hannover und Düsseldorf.SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.„Bayern hat in den vergangenen zehn Jahren über 500 Apotheken verloren. Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit“, betonte der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Hubmann. Das gesetzlich festgelegte Fixum sei seit Jahren nicht angepasst worden.Wer am Montag eine Apotheke mit Notdienst benötigt, findet entsprechende Adressen im Internet oder telefonisch unter der Nummer 0800 00 22833 aus dem Festnetz, beziehungsweise unter 22833 mit dem Handy.
First seen: 2026-03-17 13:32
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