Lithiumgewinnung: Lithiumabbau in Chile soll grüner werden Aktuell stammt ein Großteil des weltweiten Lithiums aus Chile. Nachhaltige Abbaumethoden sollen die Zusammenarbeit mit der EU verbessern. 20. März 2026 um 15:30 Uhr / Mario Petzold Chilenische und deutsche Teams erkunden die Atacama in Chile auf der Suche nach neuen Rohstoffquellen. Bild: KIT/Valentin Goldberg Ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)(öffnet im neuen Fenster) will den Abbau von Lithium in Chile nachhaltiger gestalten und gleichzeitig die Anzahl der abbaubaren Elemente erweitern. Bereits jetzt stammt etwa ein Viertel des weltweit abgebauten Lithiums aus Chile, größtenteils aus der Extraktion gelöster Elemente aus Salzseen. Bei der konventionellen Methode wird das Wasser der Salzseen gezielt verdunstet, um aus der verbleibenden Lösung die Rohstoffe zu erhalten. Nur die Hälfte davon lässt sich auf diese Weise gewinnen. Parallel dazu entsteht durch die stark erhöhte Konzentration gelöster Elemente ein toxisches Gemisch, vom generellen Eingriff in das Ökosystem ganz zu schweigen. Mit einer chilenisch-deutschen Rohstoffinitiative(öffnet im neuen Fenster) soll sich das ändern. Geprüft werden dabei sogenannte Fluidlagerstätten in der Atacama im Norden Chiles. Dort sind neben Lithium für die Batterieproduktion noch zahlreiche weitere Elemente in natürlichen ober- und unterirdischen Salzseen gelöst. Direkter Abbau ohne Wasserverlust und mit mehr Ertrag Durch eine Direktextraktion sollen die wertvollen Elemente ohne Wasserverlust und damit auch ohne eine Erhöhung der Stoffkonzentration gewonnen werden. Untersucht wird, ob selektive Materialien oder andere chemische Prozesse für eine schonende Gewinnung genutzt werden können. Selektive Materialien erlauben vorrangig nur die Reaktion eines Elements, das sich auf diese Weise gezielt binden lässt und anschließend leichter aus dem Stoffgemisch entfernt werden kann. Noch ist darüber hinaus unklar, welche anderen Elemente in den Lagerstätten ...
First seen: 2026-03-20 15:25
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