Das wunderbarste aller Elterngefühle ist für mich: Meine Kinder sind gerade glücklich, und ich habe absolut nichts damit zu tun; etwa, wenn das Jüngste mit seiner Gang aus der Nachbarschaft herumstreift und ab und zu albernes Gegacker von draußen in die Wohnung dringt. Oder wenn die Teenager-Tochter die Küche gemeinsam mit ihren Freundinnen verwüstet und offensichtlich großen Spaß dabei hat (nicht so wunderbar ist, dass immer plötzlich alle verschwunden sind, die verwüstete Küche aber immer noch da). Die Jahre, in denen Eltern die Größten für ihre Kinder sind, dafür aber ständig abliefern, also animieren, loben, vor spitzen Gegenständen bewahren und hinterherputzen müssen, gehen für mich zu Ende; neulich bestand das neunjährige Kind darauf, einen Kinobesuch zu verschieben, um einen Freund zu finden, der auch mitkommt. Mit mir allein wär’s zu fad gewesen. Für den emotionalen Haushalt meiner Kinder sind nun andere zuständig.
First seen: 2026-03-23 08:00
Last seen: 2026-03-23 08:00