Mia, 10, wohnt auf einem Segelschiff: »Mama sagt, die Natur will uns nichts Böses«

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Summary

Auf der »Pachamama« gibt es immer etwas zu tun, da müssen auch mein Bruder und ich mithelfen. Nachts halten wir alle abwechselnd Wache. Zwei Stunden lang sitze ich dann an Deck, schaue konzentriert aufs Meer und achte darauf, ob Bojen, Fischernetze oder andere Hindernisse im Wasser schwimmen. Ich lese auch Seekarten, schreibe ins Logbuch, was wir erlebt haben und wo wir uns gerade befinden, und helfe beim Kochen, Abwaschen oder Putzen. Nur das Saubermachen der Toilette finde ich eklig, da überlege ich mir meistens eine Ausrede.Weil alle so viel zu tun haben, essen wir nur einmal am Tag zusammen. Der Herd ist so eingebaut, dass er sich mit den Wellen mitbewegt, sonst würde beim Kochen ständig alles herunterfallen. Am liebsten esse ich »Finnbiff«, ein norwegisches Gericht mit Kartoffelpüree und Rentierfleisch, aber wir kochen auch oft Spaghetti, weil es schnell geht. Vor unseren langen Reisen kaufen wir immer in riesigen Mengen ein und verstecken überall Vorräte: unter den Betten, unter dem Sofa, in Schubladen. Nur frisches Obst und Gemüse haben wir nicht oft, deshalb freue ich mich immer riesig über einen Salat, wenn wir an Land sind.

First seen: 2026-03-23 17:08

Last seen: 2026-03-23 23:12