AUDIO: Ärger um Honorarkürzungen bei Hamburger Psychotherapeuten (1 Min) Hamburg: Protest gegen Honorarkürzungen für Psychotherapeuten Stand: 24.03.2026 07:05 Uhr Ab dem 1. April kürzen die Gesetzlichen Krankenkassen die Honorare für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten um 4,5 Prozent. Aus Protest findet am Sonnabend ein bundesweiter Aktionstag statt, an dem auch Hamburger Therapeutinnen und Therapeuten teilnehmen. Die geplanten Einschnitte stoßen auf völliges Unverständnis bei Heike Peper. Die Präsidentin der Hamburger Psychotherapeutenkammer sagt: "Die psychischen Belastungen nehmen zu und damit auch der Bedarf nach professioneller Hilfe." Wenn es weniger Geld für die Psychotherapeutinnen und -therapeuten gibt, dann drohe auch eine schlechtere Versorgung, so Peper im Interview mit dem NDR Fernsehen. Das gelte besonders für Hamburg, hier seien die Wartezeiten für eine Psychotherapie sehr lang. Ähnliche Sorgen hatten zuletzt auch die Kassenärztinnen und -ärzte geäußert - ihnen drohen ebenfalls Honorarkürzungen. Krankenkassen sprechen von Honorar-Anpassungen Die Krankenkassen hatten argumentiert, dass Psychotherapeutinnen und -therapeuten im Vergleich mit der Ärzteschaft in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Honorarerhöhungen bekommen hätten. Sie nennen die Einschnitte deshalb auch Honorar-Anpassungen. Letztendlich dürften die Kürzungen vor allem dem Kostendruck bei den Kassen geschuldet sein. Die Honorare für Therapeuten sollen ab April um 4,5 Prozent sinken. Laut Polizei gingen 350 Menschen auf die Straße. Im Raum steht unter anderem eine Rücknahme des Terminservice- und Versorgungsgesetzes durch die Politik.
First seen: 2026-03-24 06:19
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