Glosse: Das Streiflicht

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(SZ) Es ist nicht überliefert, welcher Monat Friedrich Merz der liebste ist, doch auch ohne Bachelor in Küchenpsychologie könnte man zu dem Schluss kommen, dass er dem März mit mindestens ambivalenten Gefühlen gegenübersteht. Kein Wunder: 2018, bei seinem ersten Comeback-Versuch auf bundespolitischer Bühne, hatte die Bundespressekonferenz zu einem Termin mit „Friedrich März“ eingeladen, weshalb er sich zu dem Begrüßungssatz gezwungen sah: „Mein Name ist Friedrich Merz. Mit e.“ Auch sonst hat man als Merz-mit-e in siebzig Lebensjahren vermutlich schon oft genug höflich gelächelt über den verrückten März-Hasen oder jenen Bauern, der im Märzen seine Rösslein einspannt beziehungsweise, wie singende Kinder oft glauben, „entspannt“. Da hilft es auch nichts, dass die Iden des Merz, seine endgültige Entthronung als Fraktionsvorsitzender durch Merkel (mit zwei e), nicht auf Mitte März fielen, sondern auf den 24. September 2002.

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