Mediennutzung: Studie sieht Gefahr riskanter KI-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen

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KI-Chatbots wie ChatGPT oder Google Gemini können bei Kindern und Jugendlichen laut einer Studie der Krankenkasse DAK riskante Formen der Mediennutzung begünstigen. Wie die Krankenkasse in ihrer Studie zu Mediensucht berichtet, nutzen bis zu zehn Prozent der Zehn- bis 17-Jährigen KI-Anwendungen, um sich weniger einsam zu fühlen. Unter Jugendlichen mit depressiven Symptomen liegt der Anteil bei 33 Prozent. Ebenfalls ein Drittel der Befragten gab an, ein Chatbot verstehe sie besser als ein Mensch. Studienleiterin Kerstin Paschke vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) warnte vor besonderen Gefahren, vor allem bei "primär kommerziell motivierten" KI-Chatbots. Weil diese häufig bestätigend reagieren, könnten Minderjährige eine parasoziale Beziehung aufbauen und eine emotionale Bindung zu dem System entwickeln. Dies könne problematische Nutzungsmuster begünstigen, sagte Paschke. Der Erhebung zufolge verwenden mehr als 25 Prozent der Minderjährigen KI-Anwendungen mehrmals pro Woche. Mehr als zwei Drittel vertrauen den Antworten zumindest gelegentlich. Am häufigsten greifen Kinder und Jugendliche auf KI für Hausaufgabenhilfe und zur Informationssuche zurück; mehr als die Hälfte nutzt sie aber auch aus Neugier oder zur Unterhaltung. Anteil der mediensüchtigen Minderjährigen steigt Insgesamt bleibt die Mediensucht bei Minderjährigen auf hohem Niveau: Laut der DAK zeigt jedes vierte Kind eine problematische Social-Media-Nutzung. Bei den Zehn- bis 17-Jährigen weisen 21,5 Prozent eine riskante Nutzung auf – etwas mehr als im Vorjahr. 6,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als süchtig. Der Anteil der mediensüchtigen Minderjährigen stieg damit um 1,9 Prozentpunkte. Auch bei Onlinevideos sieht die DAK eine Zuspitzung: Jeder fünfte Minderjährige nutze Videoangebote in riskanter Weise, ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vier Prozent erfüllen laut Studie die Kriterien einer Abhängigkeit. Auf der anderen Seite sprechen laut der Studie 61,5 Prozent der E...

First seen: 2026-03-24 14:30

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