Bei dem in der Ostsee vor Timmendorfer Strand gestrandeten Wal ist ein weiterer Rettungsversuch gescheitert. Einsatzkräfte wollten den Sand unter dem Tier mit einem Saugbagger absaugen, damit es sich wieder freischwimmen kann. "Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist", sagte Walexpertin Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung. Nach dem gescheiterten Versuch wird nun ein größerer Bagger angefordert, der nach Angaben des Instituts voraussichtlich erst am Mittwochnachmittag eintrifft. Weitere Rettungsversuche werden daher wohl frühestens am Donnerstag fortgesetzt. Der Wal habe sich zwar bewegt, sagte Groß. Sie warnte jedoch auch vor den Folgen des Einsatzes: "Wir müssen schauen, wie sich ein größerer Bagger auf das Tier auswirkt und auch, wie es dem Tier morgen geht und übermorgen." Das etwa zehn Meter lange Jungtier liegt seit Montagfrüh auf einer Sandbank. Seitdem gab es mehrere Versuche, das Tier wieder freizubekommen. Nach Angaben der Tierschutzorganisation Sea Shepherd handelt es sich um einen jungen Buckelwal. Noch hunderte Meter entfernt sind die brummenden Töne zu hören, die es von sich gibt. Am Strand wurde die Umgebung der Strandungsstelle weiträumig abgesperrt – unter anderem mit Bauzäunen und rot-weißem Flatterband. Mit einem Saugbagger versuchten Retter, den Wal an der Ostseeküste vor Niendorf frei zu bekommen. © Ulrich Perrey/dpa Tötung des Wals kommt nicht infrage Wie es dem Wal tatsächlich gehe, lasse sich nur schwer einschätzen, sagte Institutsleiterin Ursula Siebert. Das Tier sei noch in einem guten Ernährungszustand, habe aber Hautveränderungen. Je länger es in der jetzigen Position liege, desto schwächer werde es. Momentan sei aber die Einschätzung, dass es noch Lebenswillen habe. Fachleute des Deutschen Meeresmuseums halten die Überlebenschancen des Wals dennoch für gering. Der Zustand des Tieres sei insgesamt besorgniserregend, sowohl mit Blick auf die Haut als auch auf den Allgemeinzustand...
First seen: 2026-03-24 17:34
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