Landtag: Minister räumt Fehler in früherer Bildungspolitik ein

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Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat schwere Versäumnisse in der früheren Bildungspolitik des Freistaates eingeräumt. «Wir müssen aber so ehrlich sein – 25 Jahre später – und auch offen zugestehen: Wir haben uns damals verrechnet und wir haben Fehler gemacht. Wir haben die Schulen zu rigid geschlossen», sagte er in einer Fachregierungserklärung im Landtag. Er verwies auf eine Zeit, als in Sachsen wegen drastisch gesunkener Schülerzahlen viele Schulen dichtmachten, kein Personal mehr eingestellt wurde und Lehrer in Zwangsteilzeit gehen mussten. «Wir müssen aus unseren Fehlern lernen» Clemens kritischer Rückblick richtete sich auf die eigene Partei. Denn seit 1990 war das Kultusministerium stets in der Hand der CDU. «Wir müssen aus unseren Fehlern lernen», sagte er. Die CDU-SPD-Koalition sei gut vorbereitet. Es gebe ein Schulgesetz, das den Schulen eine große Flexibilität einräume. Der Minister betonte den Willen der Regierung, dass bei dem nun anstehenden Rückgang der Schülerzahlen keine Schulen geschlossen werden. Es könne aber sein, dass man vor Ort andere Entscheidungen treffe. Clemens: Unterrichtsausfall ist große Ungerechtigkeit Clemens ging auch auf die aktuellen Probleme der Schulen ein – Stundenausfall und Lehrermangel. «Wir haben weiterhin eine große Ungerechtigkeit in Sachsen. Das ist der Unterrichtsausfall.» Der sei leider sehr unterschiedlich verteilt. «Wir haben in den großen Städten Dresden und Leipzig viel weniger Unterrichtsausfall als in den kleinen Städten, im ländlichen Raum.» Zudem gebe in den Grundschulen und Gymnasien weniger Ausfall als in den Oberschulen und Förderschulen. Maßnahmenpaket zeigt laut Minister Wirkung Das vor einem Jahr aufgelegte Maßnahmenpaket zeigt nach Ansicht von Clemens Wirkung. Nach zehn Jahren mit steigendem Unterrichtsausfall sei jetzt zum ersten Mal eine Trendwende erreicht und weniger Unterricht ausgefallen. Dennoch sei der planmäßige und außerplanmäßige Stundenausfall von rund neun Prozent noch viel zu hoc...

First seen: 2026-03-25 11:46

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