Öl- und Gaspreise gestiegen: Wie Chemietitel auf den Iran-Krieg reagieren

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Die Chemiebranche gilt gemeinhin als Konjunkturindikator, sind ihre Produkte doch die Basis für zig weitere Produkte, die später in vielen Haushalten wiederzufinden sind. Allerdings ist die Herstellung besonders energieintensiv – Öl und Gas, auch weitere Stoffe wie Helium oder andere Gase, sind ausschlaggebend. Seit dem Ausbruch des Irankriegs Ende Februar und in der Folge dem Lieferstopp über die Straße von Hormus stehen die Zeichen für Chemieunternehmen abermals auf Krise.An der Börse brachen die Kurse teils deutlich ein. Akzo Nobel und Lanxess verloren jeweils gut 15 Prozent, der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals liegt weiterhin rund fünf Prozent im Minus. Lanxess und BASF konnten zuletzt wieder Boden gut machen. Das lag unter anderem an einer Neubewertung der Deutsche-Bank-Analysten.Wie die Auswirkungen weiter in der Lieferkette sind, zeigt sich derweil schon beim Waschmittel- und Kosmetikhersteller Henkel, der seit Ende Februar rund 20 Prozent verloren hat. Der Henkel-Vorstandsvorsitzende Carsten Knobel kündigte jüngst Preiserhöhungen an. „Wenn sich unsere Herstellkosten drastisch erhöhen, müssen wir diese Kosten weitergeben“, sagte er im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. „Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten. Man kommt umso stärker unter Druck, je später man reagiert.“ Nach Angaben von Knobel ist das Unternehmen vor allem indirekt von steigenden Kosten betroffen, etwa bei der Verfügbarkeit und den Preisen von Materialien sowie in den Lieferketten. Der steigende Ölpreis treffe Zulieferer und Logistikunternehmen teilweise stark. Und weiter: „Diese geben einen Teil ihrer gestiegenen Kosten an uns weiter“, sagte er.Der Öl-Preis war in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen, was Verbraucher schon deutlich an den Tankstellen zu spüren bekommen haben. Auch wenn die langfristigen Auswirkungen des Lieferstopps über die Straße von Hormus noch nicht klar sind, gehen die Analysten der Deutschen Bank davon aus, dass die gestiegenen Kosten für Öl...

First seen: 2026-03-25 14:49

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