Die Zusage soll bis zum Jahresende halten: „Wir sehen aktuell keinen Anlass, etwas an unseren Preisen zu ändern“, sagt Christopher Osgood, Geschäftsführer der Vertriebstochter der Süwag und für das Privatkundengeschäft zuständig. Der Frankfurter Energieversorger habe für seine rund 840.000 Kunden Strom und Gas langfristig im Voraus eingekauft: „Das Jahr 2026 ist von den Vorkosten her schon entschieden“, so Osgood.Für Bestandskunden – auch für die Unternehmenskunden – werden die Preissteigerungen, die seit Beginn des Irankriegs im Welthandel zu beobachten sind, vorerst keine Auswirkungen haben.Osgood und sein Geschäftsführerkollege Mario Beck teilten in einer als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse einberufenen Pressekonferenz am Dienstag außerdem mit: „Wir sehen beim Gas aktuell keine Versorgungskrise für Deutschland.“ Es fehlten zwar Gasmengen auf dem Weltmarkt, aber das wirke sich vor allem auf die Preise aus.Wie sich die Verfügbarkeit und die Preise über das Jahr hinaus entwickeln werden, hängt von den Ereignissen im Nahen Osten ab. Auf dem Weltmarkt sind zuletzt auch die Gaspreise für die Lieferjahre 2027 und 2028 gestiegen, für welche die Versorger jetzt Vorräte anlegen. Bestellt wird Woche für Woche jeweils ein Teil des für die nächsten Jahre veranschlagten Bedarfs, mal günstiger, mal teurer, so entstehe ein Durchschnittspreis. Normalisiert sich die Lage schnell genug, könnten die jüngsten Ausschläge auch nie bei der Kundschaft ankommen.Neukunden hingegen spüren sie schon heute. Von wechselwilligen Abnehmern verlangt die Süwag wie viele andere Versorger aktuell höhere Tarife als von Bestandskunden. Osgood widerspricht deshalb auch Marktbeobachtern, die jetzt zum Anbieterwechsel raten. „Wir können das nicht nachvollziehen.“
First seen: 2026-03-25 16:51
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