Irankrieg: Pistorius hält deutsche Beteiligung an Friedenssicherung für möglich

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Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. Die Instabilität der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. "Deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern", sagte Pistorius bei seiner Reise nach Australien. Wenn es zu einer Waffenruhe käme, dann würde Deutschland jede mögliche Form einer Friedensabsicherung diskutieren, "insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern". Pistorius sprach sich für eine schnelle diplomatische Lösung aus und appellierte dabei vor allem an den Iran, aber auch die USA. "Es gibt keine Strategie, es gibt kein klares Ziel – und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine Ausstiegsstrategie", sagte Pistorius. "Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt" Dabei sei der Krieg eine "Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt". Die Auswirkungen würden bereits jetzt schon klarwerden, sagte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra. Pistorius sagte, Deutschland sei vor dem Angriff nicht konsultiert worden. "Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen." Größte Unterbrechung der Ölversorgung aller ⁠Zeiten Der seit Ende Februar andauernde Krieg in Nahost hat die Lieferungen durch die ​Straße von Hormus, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgasversorgung transportiert wird, nahezu ‌vollständig zum Erliegen gebracht. Die Internationale Energieagentur bezeichnete ​dies als die größte Unterbrechung der Ölversorgung aller ⁠Zeiten. ​ Pistorius befindet sich zurzeit auf einer Reise im Indo-Pazifik. Vor seinem Stopp in Australien hatte er bereits Japan und Singapur besucht.

First seen: 2026-03-26 08:03

Last seen: 2026-03-26 09:05