Mitten im Frühling schneit es plötzlich wieder in Hamburg – trotz Temperaturen über null Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt das ungewöhnliche Wetterphänomen. Grund für den kurzen Schneefall war sogenannte Höhenkaltluft. In mehreren Kilometern Höhe war die Luft deutlich kälter, sodass sich dort bei einsetzenden Schauern Schneeflocken bilden konnten, wie der DWD der MOPO erklärte. „Schmelzkühlung“ sorgt für Schnee im Frühling Dass der Schnee auf dem Weg zum Boden trotz Plusgraden nicht sofort geschmolzen ist, liegt an einem Effekt, den Meteorologen „Schmelzkühlung“ nennen: Die fallenden Schneeflocken kühlen die Luft auf ihrem Weg nach unten weiter ab. Dadurch schmilzt der Schnee langsamer oder gar nicht mehr und erreicht schließlich als Schnee den Boden – obwohl es eigentlich zu warm dafür ist. Das könnte Sie auch interessieren: Kaffee, Milchshake, Kuchen: In diesem Café ist alles lila Am Donnerstag soll das Wetter weiterhin ungemütlich bleiben. Ein über Skandinavien nordwärts ziehendes Tief lenkt feuchtkalte polare Meeresluft nach Hamburg und Schleswig-Holstein. Bis zum Abend sind bei teils stürmischen Winden Graupelschauern und vereinzelte Gewitter möglich. In der Nacht auf Freitag nimmt der Niederschlag dann zwar ab. Bei Temperaturen bis –1 Grad ist aber an manchen Orten mit Glättegefahr durch Überfrieren von Nässe sowie anfangs auch noch durch letzte Graupel- oder Schneeregenschauer zu rechnen.
First seen: 2026-03-26 10:06
Last seen: 2026-03-26 10:06