Über die Schwarzbauten am Wolfratshauser Isarspitz haben Eigentümer und Behörden jahrelang kontrovers gestritten. Jetzt haben die Bauherren nach einer letzten gescheiterten Klage vor dem Verwaltungsgericht mit dem geordneten Rückbau von zwei der drei Häuser begonnen. Dachziegel wurden entfernt, Teile von Fensterstöcken liegen im Garten. Eines ist noch bewohnt.Die Kontroverse mit dem Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen hatte im Jahr 2017 begonnen. Damals stellte die Behörde fest, dass die Eigentümer die drei Einfamilienhäuser planabweichend errichteten und verhängte zwischenzeitlich Baustopps. Schlussendlich waren die Gebäude 80 Zentimeter zu hoch. Und statt der genehmigten Carports standen dort Doppelgaragen.Darauf folgten zahlreiche Gerichtsverfahren. Das Landratsamt verfügte den Abriss bis Ende April 2026. Der Streit gipfelte in einem letzten Verfahren Mitte März vor dem Verwaltungsgericht München. Mit ihren Klagen für eine Genehmigung zum Rückbau auf das erlaubte Maß und zum Umbau eines der Gebäude in eine Flüchtlingsunterkunft scheiterten die Eigentümer jedoch.Auch die Kreisbehörde und der Wolfratshauser Stadtrat hatten das abgelehnt. Sollten die Häuser im Mai noch stehen, hatte das Landratsamt ein Zwangsgeld von 720 000 Euro angedroht. Dieses wird nun wohl nicht fällig werden.
First seen: 2026-03-26 10:06
Last seen: 2026-03-26 10:06