Ein »schlecht geplanter und ungeschickt ausgeführter Wahlkampf« habe den Vorsprung dahinschmelzen lassen. Nun stehe die Südwest-CDU »vor den Trümmern einer Strategie«, der es an »jeder Form von Angriffslust« gefehlt habe. Der Wahlkampf habe einer »Fahrt im Schlafwagen« geglichen, »die in kollektive Panik mündete und schließlich in Depression endete«.Ungenutzte AngriffspunkteAtzger hält Hagel dem Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir für unterlegen; das Duell sei eine »asymmetrische Begegnung« gewesen. Özdemir habe es »meisterhaft« verstanden, sich digital authentisch zu präsentieren: »Er holte die Menschen durch eine geschickte Selbstpräsentation ab, wirkte nahbar und – trotz aller politischen Altlasten – integer«. Angriffspunkte »wie die Bonusmeilen-Affäre, Sponsoring-Fragen oder steuerliche Ungereimtheiten« habe die CDU ungenutzt gelassen.
First seen: 2026-03-26 12:08
Last seen: 2026-03-26 14:10