AUDIO: Hamburger Reederei Hapag-Lloyd schreibt schwarze Zahlen (1 Min) Hapag-Lloyd macht weniger Gewinn und setzt auf Sparkurs Stand: 26.03.2026 14:56 Uhr Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat im vergangenen Jahr zwar mehr Container transportiert, aber deutlich weniger daran verdient. Für dieses Jahr hat sich das Unternehmen ein drastisches Sparprogramm verordnet. Hapag-Lloyd schreibt schwarze Zahlen, aber das wird schwieriger. Die rund 300 Schiffe haben im vergangenen Jahr acht Prozent mehr Container transportiert, besonders in der Pazifikregion. Aber die Frachtraten sind gesunken. Unterm Strich bleibt ein Gewinn von 924 Millionen Euro. 500 Millionen sollen als Dividende an die Aktionärinnen und Aktionäre fließen. Die Stadt Hamburg hält knapp 14 Prozent. Mehrkosten für Treibstoff und Versicherung US-Zölle, schlechte Wetterbedingungen und die Konflikte in Nahost machen dem Unternehmen zu schaffen. Dass die Straße von Hormus derzeit dicht ist und auch das Rote Meer per Umweg um Afrika umfahren wird, sorgt für enorme Mehrkosten bei Treibstoff und Versicherungen. Kosten sollen um eine Milliarde Euro gesenkt werden Die Folge: In diesem Jahr will Hapag-Lloyd die Kosten um rund eine Milliarde Euro senken und dazu möglicherweise sogar die Schiffe langsamer fahren lassen. Entlassungen in Hamburg seien aber nicht geplant, sagte Konzern-Chef Rolf Habben Jansen. Benzin und Diesel kosten weit über zwei Euro - auch die Gaspreise steigen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen außerdem mehr für Lebensmittel ausgeben. Der Verband Deutscher Reeder schlägt einen Seedienst als möglichen Ersatzdienst vor. Hintergrund ist die angespannte Lage im Persischen Golf. Bei der Reederei Hapag-Lloyd ist eine einstellige Zahl von Frachtern betroffen. Auch zwei Schiffe einer Reederei aus Buxtehude liegen im Persischen Golf.
First seen: 2026-03-26 14:10
Last seen: 2026-03-27 12:24