Wenn die Gedanken morgens direkt nach dem Aufwachen darum kreisen, den „Affen im Genick“ zu füttern, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit Symptom einer Sucht. Dieses hungrige metaphorische Wesen kann nach den unterschiedlichen Reizen schreien: nach Alkohol, Nikotin, Tabletten, Cannabis oder andere Drogen wie Kokain und Heroin. Die Gier beschränkt sich nicht auf Substanzen. Sie äußert sich ebenso im Drang, die Spielhalle aufzusuchen, um Geld in Automaten zu werfen. Von einer Sucht spricht man dann, wenn das Bedürfnis nach Konsum oder einem Verhalten zwanghaft geworden ist und das gesamte Denken und Handeln dominiert. Dieser innere Zwang stellt das wesentliche Kriterium einer Abhängigkeit dar. Zwar beginnt Sucht oft als rein psychisches Phänomen, entwickelt jedoch häufig eine physische Komponente, sobald sich der Organismus so sehr an ein Rauschmittel gewöhnt hat, dass er auf Entzug mit körperlichen Symptomen reagiert. Zuletzt wurde der Suchtbegriff auf neue Gebiete ausgeweitet, wie etwa exzessives Computerspielen oder zwanghaften Smartphone-Gebrauch. Nun gab ein US-Gericht einer Frau recht, die die Konzerne Meta und Google verklagt hatte. Der Vorwurf lautete: Soziale Medien seien bewusst so konzipiert, Nutzer süchtig zu machen.
First seen: 2026-03-26 15:11
Last seen: 2026-03-26 15:11