Wie muss die Welt 1970 noch in Ordnung gewesen sein. Bei ihrer Generalversammlung blickten die Vereinten Nationen damals den Tatsachen ins Auge: Für „zahllose Millionen von Menschen“, so stellten sie fest, sei der Lebensstandard „erbärmlich niedrig“. „Abscheuliche Armut“ herrsche in weiten Teilen der Welt, während andere „in großem Komfort und Überfluss“ lebten. Das müsse sich ändern – weshalb die Generalversammlung bei ihrer 25. Sitzung beschloss, dass reiche Länder mindestens 0,7 Prozent ihrer gesamtwirtschaftlichen Leistung in die Entwicklungshilfe stecken sollten: in „official development assistance“, kurz ODA. So entstand die Messgröße für globale Solidarität, die ODA-Quote. Lang ist es her.
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