Nachdem sich ein vor dem Timmendorfer Strand gestrandeter Wal mithilfe einer tagelangen Rettungsaktion selber befreien konnte, machen sich Experten weiter Sorgen um die sichere Rückkehr des Tieres in den Atlantik. Der Wal schwamm am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg, allerdings in Küstennähe. Es sei vor Warnkenhagen (Nordwestmecklenburg) gesehen worden, sagte eine Sprecherin von Sea Shepherd. Mitglieder der Meeresschutzorganisation sowie von Greenpeace begleiteten das Tier mit Schlauchbooten. Nach mehreren Stunden beendeten sie die Beobachtung über Nacht. Zeitweilig sei der Wal wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser gerate. Man versuche, ihn irgendwie weiter in tiefere Stellen der Ostsee zu geleiten. Es komme darauf an, dass das Tier im offenen Wasser bleibe und möglichst in die Nordsee schwimme, sagte der Biologe Robert Marc Lehmann. Noch sei der Wal nicht in Sicherheit. Die Befreiung von der Sandbank sei bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause sei der Wal erst im Atlantik, sagte Lehmann. Am morgigen Samstag wollen die Umweltschützer und Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei wieder zum Wal hinausfahren, wie eine Greenpeace-Sprecherin sagte. Voraussetzung sei, dass man die Position des Tieres ausmachen könne. Sie bat die Bevölkerung mitzuhelfen und Sichtungen des Wals entweder zu melden oder in sozialen Medien zu posten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
First seen: 2026-03-27 18:30
Last seen: 2026-03-27 19:30