Z+ (abopflichtiger Inhalt); Staatsbibliothek am Potsdamer Platz: Feierabend, Freunde Die Staatsbibliothek am Potsdamer Platz schließt nun also für elf Jahre. Ein schwerer Schlag für alle, die dort schreiben, auch für mich. 5 Min. 1 Kommentare Zusammenfassen Schließen Artikelzusammenfassung Die Stabi auf dem Potsdamer Platz ist Berlins gebaute Metapher, visionär und abgetakelt zugleich. Hans Scharouns Bibliothek versteckt sich in der Stadtlandschaft und beherbergt einen gigantischen Lesesaal. Öffentliche Bibliotheken sind für Schreibende ein idealer Arbeitsplatz, besonders in Zeiten der Pandemie. Die Stabi ist ein Ort voller Geschichten und Anekdoten, doch auch ein schmerzlicher Verlust für die Vieltausenden, die hier lesen und schreiben. Die Zukunft der Stabi bleibt ungewiss, während die Zeit bis zur angekündigten Renovierung langsam verrinnt. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Gefällt mir Gefällt mir Gefällt mir nicht Gefällt mir nicht Send Die Schriftstellerin Eva Menasse, hier beim Lesen © Gene Glover/Ostkreuz Die Stabi auf dem Potsdamer Platz ist die gebaute Metapher Berlins, größenwahnsinnig und visionär, labyrinthisch, abgetakelt, heiß geliebt und widerborstig. An ihr entlang ließe sich eine Geschichte der von der Mauer geteilten Stadt erzählen – absichtlich wurde sie ganz an den Rand der damaligen Zonengrenze gestellt, mit Rücken zum Osten, mitten auf den ehemaligen Verlauf der Potsdamer Straße, damit nichts je wieder werden könnte wie davor. Aber ebenso ist sie ein Lehrstück über alle spektakulären Bauwerke der Menschheit, die halt immer viel größer, teurer und unmöglicher konzipiert sind als alles, was es bis dahin gab: Das gilt genauso für die Pyramiden, die Sagrada Família und die Oper in Sydney, und eines Tages, wartet nur, wird sich der Stuttgarter Bahnhof einreihen.
First seen: 2026-03-27 18:30
Last seen: 2026-03-27 19:30