Bericht von Menschenrechtsorganisation: Wie Russland Arbeiter aus Nordkorea ausbeutet

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Einer der Bauarbeiter kommt zu einem traurigen Schluss: „Wir führen ein Leben, schlimmer als Vieh“, sagte er den Mitarbeitern der Menschenrechtsorganisation Global Rights Compliance (GRC), als die nun versuchten, Einblicke in die Welt der nordkoreanischen Auslandsarbeiter in Russland zu erlangen. Die Verschickung solcher Arbeiter in andere Länder nutzt das Kim-Regime schon seit Jahrzehnten, um wichtige Devisen aus dem Ausland in das abgeschottete Land zu bekommen. Nach Gesprächen mit 21 Nordkoreanern und Nordkoreanerinnen, die derzeit auf Baustellen in drei russischen Städten arbeiteten, stellen die Autoren von GRC fest, dass diese Form der Beschäftigung alle Merkmale der Zwangsarbeit erfülle.Bis zu 16 Stunden am Tag müssten sie regelmäßig arbeiten. Oft gehe es morgens um sieben Uhr los und ende erst um Mitternacht. Ruhetage gebe es kaum. Die meisten müssten jeden Tag im Monat arbeiten, einige 364 Tage im Jahr. Auf extreme Witterungsbedingungen, die etwa der harte russische Winter mit sich bringe, werde keine Rücksicht genommen. Viele der nordkoreanischen Arbeiter seien gezwungen, Kälte, Eis und Schnee ohne Schutzausrüstung zu überstehen und ohne Möglichkeit, zwischendurch Pausen einzulegen. Verletzungen und Krankheiten würden ignoriert.Kakerlaken und Bettwanzen in überfüllten WohncontainernAuch die Lebensbedingungen, zu denen die Autoren des Berichts Informationen zusammentrugen, sind katastrophal: Die Nordkoreaner würden in unbeheizten, überfüllten Containern untergebracht, die von Kakerlaken und Bettwanzen befallen seien. Oft dürften sie nur ein oder zwei Mal im Jahr duschen. Viele von ihnen berichteten von ständiger Überwachung und Bespitzelung.Wer direkt von einem Unternehmen beschäftigt werde, wohne oft in Containern auf dem Baugelände. Diese Arbeiter könnten sich nahezu gar nicht frei bewegen. Wer genau sie eigentlich beschäftige, konnten die Befragten oft nicht beantworten. Zudem hätten einige von ihnen berichtet, dass ihnen die Ausweisdokumente abgenommen w...

First seen: 2026-03-27 22:32

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