Skepsis kehrt zurück auf die Immobilienmärkte. Zu den verschiedenen Folgen der Angriffe auf Iran zählt ein deutlicher Anstieg der internationalen Preise für Öl, Gas und Benzin. Das weckt Erinnerungen an steigende Energiepreise und höhere Inflationsraten in Deutschland in den Jahren 2022 und 2023. In dem Zeitraum erhöhten sich die Bauzinsen deutlich und verteuerten die Immobilienfinanzierungen, während die Kaufpreise für Immobilien im Durchschnitt sanken.Mittlerweile ist die Nachfrage wieder gestiegen, und damit legten auch die Preise für Wohnimmobilien zuletzt zu: Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 3,2 Prozent, allerdings war dies das erste Plus zum Vorjahr seit dem Jahr 2022. Wer ein Haus oder eine Wohnung in den vergangenen Jahren verkaufen wollte, musste sich oft erst mit geringeren Erlösmöglichkeiten arrangieren.Aktuell sind Lieferketten gefährdet und höhere Kosten für Baumaterialien zu erwarten, die Erdöl benötigen. In der Branche ist schon zu hören, dass größere Wohnungsbauvorhaben pausieren, weil deren Kalkulation auf Preisen vor dem Irankrieg basiert.Entscheidend ist, wie lange die Angriffe dauern und wie lange der Schiffsverkehr eingeschränkt bleibt. Wer als privater Bauherr mit langwierigen oder sogar dauerhaften Folgen rechnet, kann versuchen, sich eher früher als später Baumaterialien und ein Darlehen zu sichern. Für den Neubau und für den Kauf von Immobilien trüben sich die Aussichten vorerst ein.
First seen: 2026-03-28 10:38
Last seen: 2026-03-29 15:55