Ostsee: Gestrandeter Buckelwal befreit sich erneut selbst

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Der Buckelwal, der zum zweiten Mal auf einer Sandbank in der Ostsee gestrandet war, hat sich erneut aus eigener Kraft befreit. Am späten Samstagabend sei es dem Tier gelungen, mit steigendem Wasserstand von der Sandbank in der Wismarbucht freizukommen, teilte der Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern, Claus Tantzen, mit. Der Pressesprecher betonte, dass der Wal noch nicht in Sicherheit sei: Da die Gewässer in Küstennähe sehr flach sind, könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier erneut strandet. Die Wasserschutzpolizei versuche, dem Wal zu folgen. Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. In einer mehrtägigen Rettungsaktion versuchten Helfer, das Tier zu befreien. Mithilfe einer Rinne, die ein Schwimmbagger ausgehoben hatte, fand der Wal am Freitagabend schließlich den Weg zurück ins tiefe Wasser. Am Samstag strandete er jedoch zum zweiten Mal: diesmal in der Wismarer Bucht. Wal soll zurück in Nordsee und Atlantik Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte die Bevölkerung dazu aufgerufen, "das sicher geschwächte und gestresste Tier möglichst in Ruhe zu lassen, damit sich sein Zustand nicht weiter verschlechtert". Das ursprüngliche Ziel der groß angelegten Rettungsaktion war, das Tier in Richtung der Meerenge zwischen Deutschland und Dänemark zu lotsen, damit es den Weg zurück in Nordsee und Atlantik findet. Die Bedingungen in der Ostsee sind für große Wale nicht geeignet, die Tiere sind dort nicht heimisch. Warum der Buckelwal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Laut Experten könnte der Wal auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen gefolgt sein. Auch Unterwasserlärm könnte die Orientierung des Tieres gestört haben.

First seen: 2026-03-29 01:46

Last seen: 2026-03-29 08:50