Deutsche Bank-Manager: „Wir wollen natürlich gewinnen“

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Herr Diederich, die Ereignisse in Iran bewegen die Welt. Wie sehr trifft das Ihre Bank und Ihre Kunden, also viele deutsche Unternehmen?Noch ist es zu früh, um die wirtschaftlichen Folgen schon abzusehen. Klar ist aber: Sollten die Energiekosten deutlich und dauerhaft steigen, wäre das eine Herausforderung. Aber da sind wir noch nicht. Unabhängig davon, wie die Situation ausgeht, wird sich an einem nichts ändern: Die Welt ist von hoher Unsicherheit geprägt, das erschwert den Unternehmen die Planungen. Ihr Beratungsbedarf ist hoch, und wir als Spezialist für den Umgang mit Risiken wollen unseren Kunden dabei helfen, durch diese geopolitisch aufgewühlten Zeiten zu navigieren. Nehmen Sie als ein Beispiel nur die Absicherung von Währungsgeschäften, die im Handel mit Rohstoffen von großer Bedeutung sind, da deren Preise häufig in Dollar notieren. Gegen steigende Energiekosten können auch Sie nichts unternehmen. Wir beschäftigen uns auch mit genau solchen Fragen: Wie verbessert ein Unternehmen seinen eigenen Energiemix, wie lässt sich mehr auf die Erneuerbaren setzen, wie finanziert man den Einkauf von Energie am besten? Das löst das Problem nicht vollständig, aber unterstützen können wir schon.Klingt so, als sei die Deutsche Bank ein Gewinner der aktuellen Turbulenzen.So würde ich das nicht formulieren. Selbstredend haben wir kein Interesse daran, dass unsere Firmenkunden mit noch mehr Schwierigkeiten fertig werden müssen, als es sie in Zeiten von Kriegen, Handelskonflikten und Energiepreisausschlägen ohnehin schon gibt. Aber natürlich entsteht ein erhöhter Bedarf an Austausch. Sind die deutschen Firmen auf eine andauernde Energiekrise besser vorbereitet als in früheren Zeiten? Das sind sie. Geopolitische Fragen in Verbindung mit steigenden Energiekosten spielen spätestens seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine für die Unternehmen hierzulande eine große Rolle. Insofern treffen die aktuellen Entwicklungen niemanden völlig unvorbereitet.Machen wir es konkret: Was würde...

First seen: 2026-03-29 07:49

Last seen: 2026-03-29 11:52