Verkehrssicherheit: Bahnunterführung kostet Starnberg Millionen

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Das Verhältnis zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Starnberg ist im Hinblick aufs Geld schon seit Jahrzehnten ambivalent: Beide würden nur allzu gern die „Seeanbindung“ realisieren – ein Mammutprojekt in dreistelliger Millionenhöhe, das bislang aber wegen ungewisser Finanzierung auf Eis liegt. Dennoch kommen auf die Stadt wegen der Bahn demnächst erhebliche Investitionskosten zu, die sich kaum vermeiden lassen: Eine der insgesamt vier Eisenbahnunterführungen für Fußgänger im Kernstadtbereich ist in derart schlechtem Zustand, dass sie nur noch wenige Jahre bestehen bleiben kann. Die billigste Alternative: Der Durchgang zwischen Ludwigstraße und Nepomukweg wird dauerhaft geschlossen.Groß gewachsene Menschen, die durch die marode Unterführung gehen, tun gut daran, den Kopf einzuziehen: Die zwei Meter breite Querung unter den Gleisen ist nur 1,90 Meter hoch. Der Durchgang ist vermutlich älter als 100 Jahre und muss dringend erneuert werden. Die letzten Prüfungen der beengten Unterführung, die längst nicht mehr gesetzlichen Vorgaben entspricht, verheißen jedenfalls nichts Gutes: Die Erneuerung ist ein extrem teures Unterfangen, das zehn bis zwölf Millionen Euro kostet. Zwar übernimmt die Bahn den Großteil der Kosten, doch auch die Stadt muss ihren Beitrag leisten: Der grob überschlagene Eigenanteil der Stadt beträgt je nach Variante inklusive Planung zwischen 3,1 und 5,8 Millionen Euro.Beließe man alles so, wie es ist, müsste die Unterführung wohl schon bald gesperrt werden. Damit wäre die kürzeste fußläufige Verbindung vom Bucentaurpark zur Innenstadt allerdings hinfällig. Die Deutsche Bahn drängt auf eine zeitnahe Entscheidung bis zum Sommer, um für die Erneuerung eine Genehmigungsplanung beim Eisenbahnbundesamt einreichen zu können. Grundlage hierfür ist das Eisenbahnkreuzungsgesetz, das Handhabung, Bau und Finanzierung von Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen regelt. Stadt und Bahn befassten sich schon 2021 mit dem leidigen Thema und schlossen eine Planungsve...

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