Demenz ist eine Sache älterer Menschen. Das zumindest dürfte die allgemeine Sichtweise sein. Doch in der Wissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren eine andere Erkenntnis durchgesetzt: Die Frage, ob jemand in höherem Alter eine Demenz entwickelt, wird bereits mit der Schulbildung beeinflusst. Im mittleren Lebensalter finden wichtige Weichenstellungen statt, viele davon sind beeinflussbar. Diese Erkenntnisse sollen nun endlich das deutsche Gesundheitswesen verändern. Das fordern drei wichtige Organisationen in Deutschland gemeinsam in dem Positionspapier "Datengetriebene Demenzprävention". Was unnötig spröde klingt. Denn eigentlich sind sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech und die Akademienunion darin einig, dass der Begriff Brain Health, also Gehirngesundheit, wesentlich passender ist als "Demenzprävention".
First seen: 2026-03-29 12:52
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