Gesetz gegen Ticketwucher gefordert Tote Hosen machen Druck beim Thema Ticketpreise Stand: 20.05.2026 • 19:20 Uhr Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD bereits festgehalten, dass sie gegen überhöhten Preise beim Wiederverkauf von Tickets vorgehen wollen. Geschehen ist das noch nicht. Die Musiker der Toten Hosen machen nun Druck. Die Musiker der Band Tote Hosen haben die Bundesregierung aufgefordert, rasch ein Gesetz gegen Ticketwucher vorzulegen. Die Abzocke, die auf einigen Plattformen stattfinde, sei "ein Riesenproblem" und es gebe dringenden Handlungsbedarf, sagte Andi Meurer, der Bassist der Band, in den tagesthemen. "Es wäre an der Bundesregierung, da ein Gesetz auf den Weg zu bringen, wie es das in anderen Ländern gibt." Die Toten Hosen zählen zu den Bands, die vor Kurzem einen offenen Brief gegen "Wucher und Betrug" auf dem Ticketzweitmarkt unterzeichnet haben. Den offenen Brief hatte der Verband freier Musikschaffender Pro Musik veröffentlicht. Hintergrund ist, dass gewerbliche Wiederverkäufer Tickets in Massen aufkaufen, nicht selten mithilfe automatisierter Software (sogenannten Bots), wie es in dem offenen Brief heißt. Anschließend würden sie Tickets zu horrenden Preisen weiterverkaufen. "Irgendwelche Leute nutzen das schamlos aus" Das Geld fließe allerdings weder den Künstlerinnen und Künstlern noch der Veranstaltungswirtschaft zu, es fließe "nicht in die Produktion neuer Musik, in faire Löhne oder in die nächste Tour", heißt es in dem Brief weiter. Es lande in den Taschen von Zwischenhändlern, "die zur Kultur nichts beitragen als Abzocke". Die Preise, die beim Wiederkauf verlangt würden, seien oft absurd, so Bassist Meurer. Das sei "nichts als Abzocke". Darunter würden nicht nur Konzertbesucher leiden, sondern auch solche von anderen Veranstaltungen, bei denen es eine große Nachfrage gebe - etwa im Sport. "Und irgendwelche Leute nutzen das halt schamlos aus." Im Koalitionsvertrag bereits festgeschrieben Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte...
First seen: 2026-05-20 17:44
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