Noch gibt das „Parlament“ nicht auf. Mit einem Flashmob und einer Onlinepetition wollen die Beschäftigten gegen die geplante Schließung des Restaurants unter dem Hamburger Rathaus protestieren. Am 31. Juli soll das Traditionshaus schließen. Jetzt äußert sich die Stadt Hamburg als Vermieterin – und dämpft die Erwartungen. „Wir bedauern, dass die langjährige Ära der bestehenden Rathausgastronomie an diesem traditionsreichen Standort trotz weitreichender Kulanz nun endet“, sagt Lars Vieten, Sprecher der städtischen Sprinkenhof GmbH, gegenüber dem „Abendblatt“. Restaurant „Parlament“: „Erhebliche Zahlungsrückstände“ Grund seien „erhebliche Zahlungsrückstände gegenüber der Stadt“ sowie die Ankündigung des Insolvenzverwalters, den Betrieb mangels wirtschaftlicher Perspektive einzustellen. Das Aus sei daher „unumgänglich“. Auch ein Angebot, das „Parlament“ über eine neue Gesellschaft fortzuführen, wollte die Stadt dem Bericht zufolge nicht annehmen – die Konditionen waren offenbar nicht tragfähig. Über Jahre sei es nicht gelungen, ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu etablieren, wird Vieten zitiert. Online-Petition und Flash-Mob: Traditionslokal kämpft um Betrieb Jetzt soll ein neues gastronomisches Konzept für den Standort entwickelt werden. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht. Laut Vieten soll es eine Ausschreibung für die Fläche geben. Das könnte Sie auch interessieren: Fast-Food-Kette machte Filiale dicht – dieses Lokal zieht ein Das Team des Traditionslokals möchte die Situation jedoch nicht kampflos hinnehmen. Daher planen die Mitarbeiter am 26. Mai um 16 Uhr einen Flashmob auf dem Rathausmarkt, um auf die aktuelle Lage aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde eine Online-Petition zum Erhalt des Betriebs ins Leben gerufen. (mp)
First seen: 2026-05-21 12:58
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