Korallenketten, Reptilienleder oder sogar Walfleisch: Der deutsche Zoll warnt Urlauber eindringlich vor verbotenen Souvenirs aus dem Ausland. Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit 56.600 geschützte Tiere, Pflanzen und Produkte daraus beschlagnahmt. Wie das Hauptzollamt Kiel zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt mitteilte, stellten Zollbeamte 2025 bei über 1300 Fällen Verstöße gegen den Artenschutz fest. Insgesamt wurden mehr als 8,7 Tonnen geschützter Waren sichergestellt. Darunter befanden sich unter anderem Korallen, exotische Pflanzen, Produkte aus Schlangen- und Reptilienleder – aber auch Salami aus Zwergwal-Fleisch, die Reisende aus Norwegen mitgebracht hatten. Zoll warnt vor Souvenirs aus tierischen Produkten Besonders problematisch sei, dass viele Urlauber gar nicht wüssten, dass scheinbar harmlose Mitbringsel unter internationale Artenschutzbestimmungen fallen. „Viele Verstöße passieren nicht vorsätzlich. Das Problem ist oft schlicht fehlendes Wissen“, erklärte Zollsprecherin Gabriele Oder. Das könnte Sie auch interessieren: Warnstreik stoppt Einkaufsbummel: Verdi kämpft gegen „Dumpinglohn“ Der Zoll warnt deshalb davor, Souvenirs aus tierischen oder pflanzlichen Produkten unüberlegt zu kaufen – egal ob im Urlaub oder online. Verstöße gegen die Einfuhrbestimmungen können straf- oder bußgeldrechtliche Folgen haben. (dpa/mp)
First seen: 2026-05-21 19:05
Last seen: 2026-05-22 04:11