Die Fans bejubelten jedes Tor in der umkämpften Crunchtime ekstatisch, mit der erlösenden Schlusssirene brachen endgültig alle Dämme: Der SC Magdeburg hat sich mit einem Zittersieg vorzeitig zum deutschen Handball-Meister gekrönt! Mit dem 31:30 (13:13) im Liga-Gipfel gegen die SG Flensburg-Handewitt sicherte das Team von Trainer Bennet Wiegert die vierte Meisterschaft nach 2001, 2022 und 2024. Dabei stehen drei Spiele noch aus. Während die Magdeburg-Spieler schon auf der Platte tanzten, entschied das Kampfgericht die Partie noch zu ihren Gunsten. Eigentlich waren alle von einem 30:30 ausgegangen, schon das Unentschieden hätte dem SCM zum Titel gereicht. Doch auch das letzte Tor von Magnus Saugstrup zählte noch. Der Videobeweis gab Minuten nach der Schlusssirene Aufschluss. Handball-Bundesliga: SC Magdeburg feiert die Meisterschaft Vor 6600 Zuschauern, unter ihnen Bundestrainer Alfred Gislason, hatte sich Magdeburg in der ausverkauften Getec-Arena zunächst allerdings schwergetan, in den Rhythmus zu finden und scheiterte zudem immer wieder an Flensburgs Torhüter Benjamin Buric. FCM-Keeper Matej Mandic, der zur Halbzeit eine starke Quote von 60 Prozent aufwies, hielt die Gastgeber lange im Spiel. Die Partie blieb jedoch bis tief in die zweite Halbzeit heiß umkämpft, am Ende behielt Magdeburg die Nerven. Zum besten Werfer avancierte am Donnerstagabend Gisli Thorgeir Kristjansson mit jeweils sechs Toren, für die Gäste traf Simon Pytlick acht Mal. Magdeburg und Pokalsieger Berlin haben beide noch eine weitere Titelchance in dieser Saison: Die dominierenden Klubs der vergangenen Jahre spielen am 13. Juni in Köln beim Finalturnier der Champions League im Halbfinale gegeneinander. Magdeburg geht als Titelverteidiger an den Start. (sid)
First seen: 2026-05-21 20:06
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