Johann Wadephul dringt vor dem Nato-Treffen in Schweden auf zusätzliche Unterstützung für die Ukraine, auch ohne die USA. Zugleich bemüht sich US-Außenminister Marco Rubio, Sorgen über Truppenverlegungen zu zerstreuen.Außenminister Johann Wadephul (CDU) fordert von den Nato-Partnern ein klares Signal für weitere Unterstützung der Ukraine – unabhängig von den USA. „Es geht darum, dass wir die konkreten weiteren Unterstützungsbedarfe der Ukraine stets durch die europäischen Nato-Partner und Kanada bedienen“, sagte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinen Nato-Kolleginnen und -Kollegen in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Auf die zusätzlichen Beiträge für Kiew könne der 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine angerechnet werden, sagte Wadephul. „Aber es ist klar, es bedarf weiterer Mittel. Es bedarf weiterer Anstrengungen.“ Die Botschaft an Russland, in dem der Krieg immer tiefere Risse verursache, müsse klar sein: „Wir werden in unserer Unterstützung nicht nachlassen. Die Ukraine hat immer den längeren Atem. Sie kann immer auf unsere Unterstützung zählen.“Rubio: US-Truppenverlegungen sind „keine Bestrafung“US-Außenminister Marco Rubio widersprach der Auffassung, seine Regierung setze die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel gegenüber den europäischen Nato-Verbündeten ein. „Das ist keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess“, sagte Rubio beim Treffen der Nato-Außenminister. Die USA hätten „globale Verpflichtungen“, die erforderten, „dass wir ständig neu prüfen, wo wir Truppen stationieren“. Rubio sagte in Helsingborg weiter, Trumps „Enttäuschung“ über das Verhalten „einiger unserer Nato-Verbündeten“ im Iran-Krieg sei „hinlänglich bekannt“. Dies müsse angesprochen werden, aber nicht beim Treffen in Schweden. „Das ist eine Angelegenheit, die auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs diskutiert werden muss“, betonte Rubio.Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wenige Wochen nach einem angeordneten Truppenabzug aus Deut...
First seen: 2026-05-22 11:17
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